Internationaler Austausch im TGZ: Humboldt-Stipendiatinnen und -Stipendiaten zu Gast in Würzburg

Wie unterstützt Würzburg Menschen auf dem Weg von einer ersten Idee bis zum erfolgreichen Startup? Welche Möglichkeiten gibt es für technologieorientierte Gründungen? Und welche Rolle spielen dabei Finanzierung, Netzwerke und der Austausch mit Wissenschaft und Wirtschaft?

Über diese und viele weitere Fragen diskutierte das TGZ Würzburg mit einer internationalen Gruppe von Forschungsstipendiatinnen und -stipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert die internationale Forschungskooperation und ermöglicht hochqualifizierten ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern langfristige Forschungsaufenthalte in Deutschland. Im Rahmen von insgesamt zwölf Studienreisen durch das gesamte Bundesgebiet erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die kulturelle, politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und soziale Vielfalt Deutschlands.

Eine dieser Gruppen machte dabei auch Station in Würzburg.

Einblick in das Würzburger Gründungsökosystem

Im TGZ erhielten die internationalen Postdoktorandinnen und Postdoktoranden einen Überblick darüber, wie technologieorientierte Gründungen in Würzburg und Mainfranken unterstützt werden.

Vorgestellt wurde insbesondere das Zusammenspiel der drei Würzburger Gründerzentren ZDI, IGZ und TGZ. Gemeinsam begleiten sie Gründerinnen und Gründer von der ersten Idee über Validierung und Unternehmensgründung bis hin zu Wachstum und Etablierung.

Darüber hinaus ging es um das Netzwerk des Würzburger Gründungsökosystems, die Zusammenarbeit mit Hochschulen und weiteren Partnern sowie um „Gründen in Mainfranken“. Auf der gemeinsamen Plattform bündeln die Akteure des regionalen Gründungsökosystems ihre Angebote und machen den Zugang zu Beratung, Netzwerken und Unterstützungsangeboten für Gründungsinteressierte einfacher.

Gerade dieser gemeinsame Ansatz stieß bei den Gästen auf großes Interesse.

Viele Fragen und eine lebhafte Diskussion

Aus dem zunächst als Vortrag geplanten Besuch entwickelte sich schnell ein intensiver Austausch.

Besonders groß war das Interesse an konkreten Startups aus Würzburg: Aus welchen technologischen Bereichen kommen die Unternehmen? An welchen Projekten arbeiten sie? Welche Herausforderungen mussten sie auf ihrem Weg bewältigen und welche Unterstützung konnten sie dabei nutzen?

Ein weiteres zentrales Thema war die Finanzierung von Gründungen. Rund ein Drittel der Teilnehmenden gab an, selbst bereits über eine Unternehmensgründung nachgedacht zu haben oder sogar an konkreten Ideen zu arbeiten.

Entsprechend konkret waren die Fragen: Welche Förderprogramme gibt es in Deutschland? Welche Finanzierungsmöglichkeiten stehen technologieorientierten Startups zur Verfügung? Und an welchen Stellen können Gründerzentren bei der Suche nach geeigneter Unterstützung helfen?

Auch im Bereich Life Science bestand großes Interesse an den vorhandenen Möglichkeiten in Würzburg – insbesondere an Kontakten, Netzwerken und dem Austausch mit relevanten Akteuren aus Wissenschaft, Gründung und Wirtschaft.

Die fachlichen Hintergründe der Gruppe waren vielfältig. Viele Teilnehmende kamen aus den Naturwissenschaften, daneben waren auch Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler vertreten. Unter anderem gab es Forschungsbezüge zu Raumfahrt, Medizin und Life Science.

Wissenschaft und Unternehmertum zusammendenken

Der Besuch zeigte dabei auch, wie nah wissenschaftliche Forschung und Unternehmertum häufig beieinanderliegen.

Gerade bei hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entstehen aus Forschungsergebnissen, technologischen Entwicklungen oder konkreten Problemen immer wieder Ideen mit unternehmerischem Potenzial.

Umso wichtiger sind niedrigschwellige Möglichkeiten, mit dem Thema Gründung in Kontakt zu kommen, Fragen stellen zu können und die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner kennenzulernen.

Der intensive Austausch und die vielen Fragen der Gruppe haben gezeigt, dass hier ein großes Interesse vorhanden ist. Einzelne Teilnehmende konnten sich im Gespräch sogar vorstellen, für eine mögliche Gründung auch Würzburg als Standort in Betracht zu ziehen.

Für das TGZ war der Besuch deshalb nicht nur eine Gelegenheit, das Würzburger Gründungsökosystem international vorzustellen, sondern auch ein spannender Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Ländern und Fachrichtungen.

Besuch Stipendiaten Humboldt Stiftung