Wie können Startups und Handwerksbetriebe voneinander profitieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung „Start-up meets Handwerk“. Ziel war es, Gründerinnen und Gründer, Startups, Handwerksbetriebe und Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wirtschaft miteinander ins Gespräch zu bringen und Potenziale für eine stärkere Zusammenarbeit aufzuzeigen.
Um den Austausch zwischen innovativen Unternehmen und dem regionalen Handwerk zu fördern, luden das Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) Würzburg, die Initiative Gründen in Mainfranken (GIM) und die Handwerkskammer für Unterfranken (HWK) kürzlich in die Hauptverwaltung ein. Die Veranstaltung bot eine Plattform, auf der sich Akteure aus beiden Bereichen kennenlernen, Erfahrungen austauschen und mögliche Kooperationen ausloten konnten.
Verzahnung bietet Potenziale für neue Projekte und Geschäftsmodelle
Startups und Handwerksbetriebe verbindet weit mehr, als es zunächst erscheint: Beide zeichnen sich durch unternehmerischen Mut, Innovationskraft und eine ausgeprägte Problemlösungskompetenz aus. Während Startups häufig neue Technologien, digitale Geschäftsmodelle oder kreative Ideen entwickeln, verfügen Handwerksbetriebe über langjährige Praxiserfahrung, technisches Know-how und eine hohe Umsetzungskompetenz. Gerade diese unterschiedlichen Stärken bieten großes Potenzial für gemeinsame Projekte und neue Geschäftsmodelle.
Starker Wirtschaftsstandort für Innovation und Fortschritt
Zum Einstieg wurde die Stärke des Wirtschaftsstandortes von Ludwig Paul (Hauptgeschäftsführer der HWK Unterfranken) und Daniel Salzinger (Netzwerkmanager des TGZ Würzburg) hervorgehoben. Neben zahlreichen innovativen Handwerksbetrieben verfügt die Region über eine dynamisch wachsende Gründungsszene. Der aktuelle „Bayern Startup und Scaleup Monitor 2026“, der vom Startup-Verband in Kooperation mit der BIHK herausgegeben wurde, belegt den Gründungstrend mit 82 aktiven Startups in Stadt und Landkreis Würzburg. „Die Ergebnisse sind ein starkes Signal für Würzburg. Hier werden Forschung, Innovation und Unternehmergeist erfolgreich verbunden. Unser Netzwerk aus Hochschulen, Gründungsinitiativen und Partnern schafft die Grundlage dafür, dass aus Ideen erfolgreiche Startups entstehen.“ (Daniel Salzinger, Netzwerkmanager am TGZ Würzburg).
Das Innovation auch im Handwerk eine zentrale Rolle spielt, zeigte Markus Lindner von Lindners Boxenstopp in seiner Keynote „Innovationen im Handwerk“. Der Vortrag beleuchtete die Herausforderungen nach der Betriebsübernahme und machte deutlich, wie konsequente Prozessoptimierung und moderne Mitarbeiterführung dazu beitragen, einen Betrieb erfolgreich für die Zukunft aufzustellen.
Im Anschluss stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Beim Netzwerken, in zahlreichen Gesprächen und auch am Tischkicker kamen Gründerinnen und Gründer, Handwerksbetriebe und Wirtschaftsvertreter unkompliziert miteinander ins Gespräch. So entstanden erste Ideen für gemeinsame Projekte und Kooperationen.
Ein besonderes Symbol für die Verbindung beider Welten schuf Lisa Gruber, Schreinerin und Kettensägenkünstlerin aus Neustadt am Main: Sie schnitzte live eine Holzskulptur mit zwei sich schüttelnden Händen und der Aufschrift „Startup meets Handwerk“.
Die Veranstalter ziehen ein positives Fazit und sehen den Abend als Auftakt für weitere Formate, die Startups, Handwerk und regionale Wirtschaft enger vernetzen sollen. „Innovationen entstehen selten im Alleingang. Erst der Austausch zwischen Startups, Handwerk und etablierten Unternehmen schafft die Dynamik, die ein starker Wirtschaftsstandort braucht. Wer Vernetzung fördert, investiert in Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunft unserer regionalen Wirtschaft.“ (Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken). Genau diesen Austausch möchte die Veranstaltungsreihe künftig weiter fördern und damit Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region setzen.





